Burnout (englisch (to) burn out: "ausbrennen" bzw. "Ausgebrannt sein")

 

Was ist Burnout? Klingt vielleicht für manche ziemlich „abgedroschen“ und zeigt sich tatsächlich psychisch mit Depressionen und Ängsten. Es ist ein Zustand ausgesprochener emotionalen Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Endzustand einer Entwicklungslinie, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierenden Erlebnissen zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und zu einer erhöhten Suchtgefährdung führt. Wissenschaftlich ist Burnout nicht als Krankheit anerkannt, sondern gilt als ein Problem der Lebensbewältigung - konkret : als körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher oder anderweitiger Überlastung bei der Lebensbewältigung.

 

Es hat drei Dimensionen: 

1. eine überwältigende Erschöpfung durch fehlende emotionale und physische Ressourcen (Energien) als persönlicher Aspekt

2. Gefühle des Zynismus und der Distanziertheit von der beruflichen Aufgabe als zwischenmenschlicher Aspekt und 

3. ein Gefühl der Wirkungslosigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit als Aspekt der Selbstbewertung (Selbstbild)

 

Wie sieht Burnout aus? 

Burnout wird als mit Stress verbundener existenzielle Krise definiert, bei der die Arbeit nicht mehr als sinnvolle Aufgabe oder Herausforderung empfunden wird.

 

Die Symptome lassen sich in drei Kategorien (Dimensionen) einteilen:

 

Emotionale Erschöpfung: Diese Erschöpfung resultiert aus einer übermäßigen emotionalen oder physischen Anstrengung (Anspannung). Es ist die Stress - Dimension des Burnout-Syndroms. Die Betroffenen fühlen sich schwach, kraftlos, müde und matt. Sie leiden unter Antriebsschwäche und sind leicht reizbar.

 

Depersonalisierung: Mit dieser Reaktion auf die Überlastung stellen die Betroffenen eine Distanz zwischen sich selbst und ihren (Klienten Patienten,Schülern,Pflegebedürftigen,Teamkollegen oder Kunden ) her. Das äußert sich in einer zunehmenden Gleichgültigkeit und teilweise zynischen Einstellung gegenüber diesen Personen. Mit anderen Worten : Sie lassen die Probleme und Nöte der Klienten nicht mehr an sich herankommen und konzentrieren sich auf den sachlichen Aspekt der Beziehung . Die Arbeit wird zur reinen unpersönlichen Routine.

 

Erleben von Misserfolg: Die Betroffenen haben häufig das Gefühl, dass sie trotz Überlastung nicht viel erreichen oder bewirken. Es mangelt an den Erlebnissen des Erfolges. Weil die Anforderung quantitativ und qualitativ steigen und sich ständig verändern, erscheint die eigene Leistung im Vergleich zu den wachsenden Anforderungen gering. Diese Diskrepanz zwischen Anforderungen und Leistung nimmt der Betroffene als persönliche Ineffektivität bzw. Ineffizenz wahr.

 

Wie beuge ich vor ?

- Prävention durch Zeitmanagement 

- Prävention durch soziale Unterstützung 

- Prävention durch positives Denken / Umdenken

- Prävention durch berufliche Maßnahmen

- Prävention durch persönliche Maßnahmen wie 

-- Realistische Ziele setzen

-- Handy ausschalten 

--Vorzugszeit für den Partner / die Partnerin

-- Körperkontakt pflegen

-- Gezielte Entspannung 

-- Regelmäßige Bewegung 

-- Ausreichend guter Schlaf

-- Achtsamkeit üben 

-- Entspannungsverfahren wie Meditation, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Aktivierungsverfahren wie Yoga, Qi Gong und Tai Chi werden von Burnout-Experten als Entspannungstechniken empfohlen.

 

Notfallkoffer zur Stressbewältigung

⏰      Zeitmanagement beherzigen

🔎      Stressauslöser aufspüren 

🔨      Selbstbehauptung üben

🕯      Konstruktives Denken verinnerlichen

🧘🏼‍♀️🧘🏼‍♂️  Entspannungsverfahren anwenden

💃🕺🏻  Aktivierungsverfahren anwenden

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